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Die Saalburg - Festung der Römer


Foto: Porte pretorienne von Henri Kniffke

Die Saalburg liegt in der Nähe von Bad Homburg im Taunus. Sie ist das besterhaltenste und bekannteste römische Kastell am Limes.

Um 90 nach Christus entstand zuerst ein kleines Holzkastell (etwa 80 mal 84 m). Später wurde ein größeres Kastell für etwa 120 bis 150 römische Soldaten darüber gebaut.

Chef des gesamten Kastells war ein Offizier aus dem römischen Ritteradel im Rang eines Präfekten.

Der Dienst der Soldaten auf der Saalburg war sehr streng geregelt:
Die Truppe wurde ungefähr zur Zeit des Sonnenaufgangs durch ein Hornsignal geweckt. Die Unterführer ließen die Leute zum Dienst heraustreten und eilten dann zur Morgenmeldung in das Stabsgebäude. Der Lagerkommandant verlas den Tagesbefehl  und teilte die Tagwachen ein. Am Vormittag machten die Soldaten Waffen- und Gefechtsübungen .Dabei konnten jedoch nicht alle Soldaten teilnehmen, weil durch Wachen, Außendienst und die Arbeit in den Werkstätten viele der lange dienenden Berufssoldaten schon beschäftigt waren. Die Mittagszeit wurde wieder durch ein Hornsignal angekündigt.

Der Nachmittag galt für die wachtfreien Soldaten als Freizeit, doch benötigten sie die Zeit auch zum Bereiten des Essens, das jede Stubengemeinschaft für sich kochen musste, sowie zum Instandhalten der Ausrüstung. Nachmittags stand das große Badegebäude außerhalb des Kastells der Benutzung offen. Die Hauptmahlzeit des Tages war abends. Nach Einbruch der Dunkelheit gab ein Hornsignal den Zapfenstreich an, ebenso kündigten Signale Anfang und Ende der vier Nachtwachen an. Ein einfacher Soldat erhielt etwa 250 Silberstücke im Jahr - das war nicht viel.

Die Saalburg wurde mehrere Male innen und außen umgebaut. Diese Erneuerungen waren nötig, weil das Kastell im Laufe der Jahre immer wieder von Germanen beschädigt oder zerstört wurde.