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Nibelungensage

Odenwald - hier ist die Nibelungensage zuhause

Überall im Raum zwischen Worms am Rhein und Würzburg am Main, links und rechts der Nibelungen- und Siegfriedstraße, besonders aber im Herzen des Odenwaldes – im Jagdgebiet der Nibelungen – ist die Nibelungensage zu Hause. Das größte, älteste und bekannteste deutsche Epos des Mittelalters.
Nach der Lehre in der Waldschmiede bei Meister Mimir, wo er mit ungestümer Kraft den Amboss in die Erde schlägt und Lehrherr und Gesellen in Angst und Schrecken versetzt, tötet Siegfried im Wald am Drachenberg den schrecklichen Drachen Fafnir und badet in seinem Blut, das ihn unverwundbar macht und das ihn die Sprache der Tiere verstehen lässt.

Bis auf eine Stelle am Rücken, wo während des Badens im Drachenblut ein Lindenblatt klebte, überzieht sich der Körper Siegfrieds mit einer zweiten, hürnernen Haut. Der tatendurstige Recke kämpft gegen die Nibelungen und erbeutet den Nibelungenschatz. Siegfried, besiegt auch den Zwergenkönig Alberich und entreißt ihm seine Tarnkappe, die ihn unsichtbar macht und ihn mit den Kräften von zwölf Männern ausstattet.

In jugendlichem Übermut misst Siegfried erfolgreich seine Kräfte mit Brunhild, der kriegerischen   Jungfrau auf Island, verschmäht aber deren Angebot, ihr Mann zu werden. Statt dessen wirbt der Nibelungenheld in Worms am Rhein um die schöne Kriemhild, die Schwester des Burgunderkönigs Gunther.
Dieser verspricht ihm ihre Hand, wenn Siegfried seinerseits dem König bei der Brautwerbung um die begehrte Brunhild, die mit magischen Kräften ausgestattete Königin aus dem Norden, behilflich ist.
Brunhild fordert den König zum Zweikampf; wenn er sie besiegt, will sie ihn nach Burgund begleiten. Mit Hilfe von Siegfried und seiner Tarnkappe überwindet Gunther die starke Brunhild.
In Burgund wird Doppelhochzeit gefeiert. Aber Brunhild liebt den König nicht. Ihr Herz gehört Siegfried. Kriemhild wird eifersüchtig. Es kommt zu einer heftigen Auseinandersetzung.
Da hält Hagen von Tronje, der treue Ritter Gunthers, seine Stunde für gekommen. Er hasst Siegfried. Durch Liest und Tücke erreicht er es, dass Kriemhild ihm die Stelle an Siegfrieds Körper genau bezeichnet, wo ihn beim Bad im Drachenblut das Lindenblatt unverwundbar bleiben ließ.

Kriemhild vertraut Hagen und bereut es bitter: Auf einem Jagdausflug im Odenwald tötet Hagen hinterrücks den Helden von Xanten.
Siegfrieds Frau ist untröstlich und sinnt ihrerseits auf Rache und Vergeltung. Damit sie sich durch Geld keine Verbündeten schaffen kann, raubt Hagen im Auftrag von König Gunther den Nibelungenschatz und versenkt ihn an unbekanntem Ort im Rhein. Kriemhild gibt indessen nicht auf, heiratet den Hunnenkönig Etzel und lädt das Burgundervolk zur Hochzeit in das heutige Ungarn ein. Im Hunnenland bereitet sie dann ihrem Volk und mit ihm ihren Verwandten den Untergang; sie enthauptet Hagen und findet dann selbst den Tod. Niemand überlebt das grausame Massaker, nur der blinde Sänger Volker von Alzey. Er kehrt in die Heimat am Rhein zurück und berichtet in melodischer Weise vom Untergang der Burgunder durch weibliche Eifersucht. Deshalb heißt die Sage von den Nibelungen und dem Untergang der Burgunder auch Nibelungenlied, weil es in sängerischem Vortrag erzählt und verbreitet wurde.